Workshops


Mini Data Protection Moot Court
Der Data Protection Moot Court (DPMC) veranstaltet im Rahmen der Tagung Medien | Recht | Information einen interaktiven Moot Court zu einer aktuellen Fragestellung des Datenschutzrechts. Interessierte sind eingeladen, in die Rollen des Verantwortlichen und der betroffenen Person zu schlüpfen, unterschiedliche Rechtspositionen zu vertreten und sich an einer lebendigen Diskussion über aktuelle datenschutzrechtliche Herausforderungen zu beteiligen.
Marie-Catherine Hochreiter-Wagner ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Innovation und Digitalisierung im Recht der Universität Wien. Sie ist Mitgründerin und Co-Direktorin des Data Protection Moot Court (DPMC). Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Datenschutzrecht und im IT-Recht.
Mariana A. Rissetto ist stellvertretende Datenschutzbeauftragte bei Research Industrial Systems Engineering (RISE). Zudem ist sie Mitgründerin und Co-Direktorin des Data Protection Moot Court (DPMC). Ihre fachlichen Schwerpunkte liegen im IT- und Datenschutzrecht sowie im internationalen Organisationsrecht.


VLOPs under Art 27(3) and 38 of the DSA (EN)
Media and news consumption has shifted drastically to social media platforms, particularly among younger audiences. What users get to see is largely dictated by a platform’s recommender algorithms, which are typically protected as trade secrets. Plurality and diversity of content therefore depend on a mechanism whose functioning users cannot access. Article 27 DSA seeks to compensate for this information imbalance by requiring platforms to set out, in plain and intelligible language, the main parameters of their recommender systems, including at least the most significant criteria determining the content suggested to users. In this workshop, we will examine the disclosures of Meta and YouTube and assess together whether they offer users meaningful transparency about how their feeds are structured, or whether they remain too abstract to be useful. We will also look at the control mechanisms available to users, including the option to modify recommender parameters under Article 27(3) and the non-profiling alternative for very large online platforms under Article 38 DSA.
Julia Kalus and Hannah Hafenscher both work at the Department of Innovation and Digitalisation in Law and pursue their PhD theses on the topic of platform governance, content regulation and protection of human rights in the digital sphere.

KI-Kennzeichnungspflichten nach Artikel 50 KI-Verordnung
Der Workshop vermittelt die Transparenz- und Kennzeichnungspflichten nach Artikel 50 der EU-KI-Verordnung, insbesondere für KI-generierte oder KI-manipulierte Inhalte. Anhand von Beispielen werden die rechtlichen Anforderungen erläutert.
Alexander Schnider: Computerfreak, das ist kein nettes Wort, aber ich war schon eher ein Nerd, auch wenn ich nie eine Hornbrille mit kaputtem Bügel getragen habe. Mein Weg als Anwalt war klar: Computer & Recht.

Demokratische Öffentlichkeit: Medienfreiheit im digitalen Zeitalter
Im Zeitalter des Informationskonsums über digitale Intermediäre und KI-Anwendungen stellen sich neue Fragen zu Machtkonzentration und Zugang zu demokratischer Öffentlichkeit. Der Vortrag beleuchtet Plattformabhängigkeiten und ihre Folgen für Medienvielfalt und -freiheit sowie regulatorische Antwortmöglichkeiten zur Stärkung der journalistischen Sichtbarkeit, wirtschaftlichen Tragfähigkeit und Sicherheit sowie eines resilienteren Informationsökosystems.
Julia Haas berät die OSZE-Beauftragte für Medienfreiheit und leitet dort den digitalen Themenbereich. Die international tätige Juristin verbindet ein Jahrzehnt Erfahrung aus Menschenrechten, Technologie, Sicherheit und Diplomatie. Sie forscht und berät Staaten zur Governance von Internet und KI, zuvor als Rechts- und Menschenrechtsberaterin im österreichischen Außenministerium. Sie wirkt außerdem als Judge beim Oxford Media Law Moot Court mit und ist Rockefeller-Fellow der Trilateralen Kommission.
